Dokus und Reportagen "Im Einsatz für die Uniklinik ↦ Blut, Besteck und schnelle Wege"
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Im Einsatz für die Uniklinik ↦ Blut, Besteck und schnelle Wege
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Tausende Patienten werden jeden Tag in der Universitätsmedizin Göttingen versorgt. Doch was muss alles geschehen, damit Ärzte Patienten behandeln, operieren und Leben retten können? Der "Nordreportage"-Zweiteiler blickt hinter die Kulissen eines der größten Krankenhäuser in Norddeutschland. Blut, Besteck und schnelle Wege Mechatroniker Lars-Simon Facius bekommt schon kurz nach Arbeitsbeginn den ersten Alarm. Hinter den Wänden und tief unter dem Klinikum verläuft ein weit verzweigtes automatisches Transportsystem: ein knapp zehn Kilometer langes Schienennetz, auf dem Transportwagen selbstständig zwischen über 100 Stationen unterwegs sind. Darüber werden OP-Besteck, Essen, Blutproben, Wäsche und andere wichtige Güter durch das riesige Klinikgebäude bewegt. Jetzt ist eine der Hauptstrecken blockiert. Lars macht sich auf den Weg in das unterirdische Verkehrsnetz. Denn wenn hier nichts mehr fährt, ist die Patientenversorgung gefährdet. Wenn der Chirurg den ersten Schnitt setzt, hat OP-Pflegekraft Vanessa Junitz bereits mehr als eine Stunde Arbeit hinter sich. Sie kontrolliert den Saal, packt die Operationsinstrumente aus und muss dafür sorgen, dass alles steril an seinem Platz liegt. Denn im OP können schon kleine Fehler Leben kosten. An diesem Tag wird ein Patient mit einem roboter-assistierten Operationssystem operiert, dem sogenannten Da Vinci. Dabei sitzt der Arzt an einer Konsole und steuert die Roboterarme und Instrumente im Inneren des Patienten millimetergenau. Vanessa bleibt während der gesamten Operation direkt am Patienten. Sie reicht Instrumente an, reagiert auf Veränderungen und muss jederzeit wissen, was als Nächstes gebraucht wird. Und kaum ist der Patient aus dem Saal, beginnt bereits die Vorbereitung für die nächste Operation. Das benutzte OP-Besteck kommt in die Zentralsterilisation der Universitätsmedizin Göttingen.