Documentaries and reports "Stadt Land Kunst ↦ Irland / Marseille / Deutschland"
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Stadt Land Kunst ↦ Irland / Marseille / Deutschland
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Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches oder kulturelles Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Irland: Colm Tóibíns Geschichten über Liebe und Identität / Marseille: Das Leben ist schöner / Albanien: Amalias frittierte Hefekrapfen / Deutschland: Jazz und Propaganda
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(1) Irland: Colm Tóibíns Geschichten über Liebe und IdentitätIm Südosten Irlands liegen Geheimnisse über Häusern und engen Gassen. Eine abgeschottete Welt, in die der Schriftsteller Colm Tóibín 1955 geboren wurde. Hier hat ein Teil seines literarischen Werks seinen Ursprung. Die Figuren in seinen Büchern kämpfen darum, sich trotz der erdrückenden Last des Unausgesprochenen ein Leben aufzubauen. In seinem Roman "Brooklyn" schafft Colm Tóibín 2009 die Figur der Eilis Lacey. Aus ihrer Perspektive erzählt der Autor das Schicksal einer jungen irischen Generation, die ihre Heimat hinter sich lässt, um im New York der 1950er Jahre ein neues Leben zu beginnen. 2024 setzt Tóibín die Geschichte fort und veröffentlicht seinen Roman ʺLong Islandʺ, in dem die zwischen zwei Kontinenten und zwei Lieben hin- und hergerissene Eilis in ihre Heimat zurückkehrt.(2) Marseille: Das Leben ist schönerVor gut 20 Jahren begann sich die von einem schlechten Ruf geplagte Stadt Marseille grundlegend zu wandeln. Ein unvorhergesehenes Ereignis sollte die Geschichte der südfranzösischen Metropole nachhaltig prägen. 2004 startete eine Fernsehserie, die im französischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde und mit 18 Staffeln und Tausenden von Episoden einen absoluten Langlebigkeitsrekord in Frankreich aufstellte: ʺPlus belle la vieʺ. Die Serie hatte nicht nur Unterhaltungscharakter, sondern wirkte sich zudem positiv auf das Bild der Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung aus.(3) Albanien: Amalias frittierte HefekrapfenIn Himarë bereitet Amalia kleine traditionelle Krapfen zu. Für den Teig gibt sie Weizenmehl, warmes Wasser, Hefe und Raki in eine Schüssel und verrührt alles kräftig. Anschließend deckt sie den Teig ab und lässt ihn gehen. Die Masse frittiert sie in kleinen Portionen und lädt – wie es Sitte ist – ihre Nachbarinnen und Nachbarn zum gemeinsamen Probieren ein.(4) Deutschland: Jazz und PropagandaIn Berlin wird jeden Abend in zahlreichen mehr oder weniger bekannten Clubs Jazz, Swing oder Blues gespielt. Diese aus den USA stammenden Klänge entwickelten sich während des Krieges zu einer Propagandawaffe.